Im Ehrenamt mit Talar auf die Kanzel

Michael Vogt wird am Dritten Advent als Prädikant eingeführt

Michael Vogt freut sich auf seine Einführung als Prädikant am Dritten Advent.

Auf dieses Ehrenamt hat sich Michael Vogt viele Jahre lang vorbereitet: Am Dritten Advent wird Superintendent Holger Grünjes ihn um 10 Uhr in der Martinskirche als Prädikant einführen, so dass er fortan im Talar auf allen Kanzeln des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen eigene Predigten halten darf.

„Schon vor sechs Jahren habe ich angefangen, mich von Rainer Müller-Jödicke zum Lektor ausbilden zu lassen“, blickt der gebürtige Engelbosteler zurück, der mittlerweile in Resse wohnt, aber immer noch seiner Heimatgemeinde treu ist. Seitdem hat er viele Gottesdienste auf der Martinskanzel gehalten, sich aber auch schon zu Gastpredigten in die Nachbargemeinden einladen lassen, und sagt: „Für meine Predigten musste ich jedoch immer Vorlagen verwenden, die irgendein Pastor geschrieben hat, aber ich wollte mehr und eigene Predigten schreiben können.“

„Die Landeskirche hat Vogt dann für den dreijährigen Prädikantenkurs ausgewählt“, erklärt Müller-Jödicke, der auch für die ehrenamtlichen Prediger im Kirchenkreis zuständig ist. Drei Jahre lang sei Vogt an vielen Wochenenden in verschiedene Klöster gefahren, um sich in Theologie und Predigtlehre ausbilden zu lassen.

„Dafür musste ich zwar auch meine musikalischen Hobbys zurückstellen und unter der Woche viele Hausaufgaben machen, aber es hat mich persönlich auch im Glauben weitergebracht“, erzählt Vogt, der zudem den Austausch mit Ehrenamtlichen aus anderen Teilen der Landeskirche während der Kurse sehr genossen hat. Vor Ort haben ihn in dieser Zeit Pastor Paul-Martin Gundert und Pastorin Debora Becker als Mentoren begleitet, weshalb er auch einige Gottesdienste in Brelingen und Negenborn geleitet hat. Anfang November war Michael Vogt nun bei der Landessuperintendentin des Sprengels Hannover zum Kolloquium geladen. „Das Recht zur freien Wortverkündigung – so heißt das offiziell, wenn jemand auf der Kanzel eigene Predigten halten darf – setzt nämlich eine bischöfliche Genehmigung voraus“, erklärt Müller-Jödicke. Die hat Vogt nun bekommen und kann sich nun auf seine Einführung freuen.

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