Voller Klingelbeutel und eine Trompete für den Frieden

Engelbosteler Weihnachtskollekte an „Brass for peace“ übergeben

Volker Janssen (links) nimmt von Kirchenvorsteher Stephan Mörke für den Verein „Brass for peace“ die Engelbosteler Weihnachtskollekte und eine gespendete Trompete entgegen.

„Das war ein neuer Rekord“, freut sich Stephan Mörke: Der Kirchenvorsteher hatte im 18-Uhr-Gottesdienst am Heiligen Abend in der Martinskirche zu Engelbostel um eine Kollekte für den Verein „Brass for Peace e.V.“ gebeten und konnte nun 1414 Euro an Volker Janssen übergeben.

„Mit dem Aufbau von Posaunenchören in Bethlehem möchten wir einen Schritt für den Weg zum Frieden im Heiligen Land machen“, erklärt der Kirchenmusiker und Musiklehrer. Regelmäßig reist Janssen nach Bethlehem, um vor Ort Volontäre weiterzubilden, die jeweils für ein Jahr von Brass for Peace an die drei lutherischen Schulen in Palästina entsendet werden. Der Pädagoge ist überzeugt davon, dass es wichtig ist, christliche und muslimische Schüler gemeinsam in Musik zu unterrichten: „Wer ein Musikinstrument in der Hand hält, kann nicht gleichzeitig auf andere Menschen schießen!“

„Als wir mit unserer Gemeinde im Herbst in Israel waren, hat uns dieses Friedensprojekt begeistert“, betont Mörke und freut sich, dass er jetzt nicht nur die hohe Geldsumme, sondern auch eine alte Trompete als Sachspende übergeben konnte.

„Wir freuen uns sehr über die Kollekte, denn mit diesem Geld kann unser Verein für mehrere Monate die laufenden Kosten einer Volontärsstelle finanzieren“, erläutert Janssen. Die Trompete werde bald in Bethlehem im Gottesdienst und auch an der Mauer erklingen, die das Westjordanland von Israel trennt. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann zu einer friedlichen Einigung im Nahostkonflikt kommt und dass durch die Musik der Blechbläser wie einst in Jericho auch die Mauer zwischen Israel und Palästina zusammenfällt!“

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